Sonntag, 20. Januar 2013

Beobachtung von Orang-Utans


Einleitung/Allgemeine Infos
Aylin, Laura, Rachel und ich (Zinnia) haben am 14.Januar im Frankfurter Zoo die Menschenaffen Orang-Utans beobachtet.
Orang-Utans erreichen eine Körpergröße von 110 bis 140 Zentimeter sowie ein Gewicht von 40-90 Kilogramm. Das Fell ist langhaarig und rötlichbraun bis orangebraun gefärbt. Die Arme der Affen sind länger als die Beine. Erwachsene dominante Männchen zeichnen sich durch Extreme Backenwülste aus, die aus Bindegewebe bestehen und seine Dominanz zum Ausdruck bringen. Ältere Männchen haben im Kinnbereich einen weißlichen Bart.
Der Lebensraum der Orang-Utans befindet sich in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands.
Orang-Utan kommt aus dem Malaiischen und bedeutet "Waldmenschen". Sie verbringen den größten Teil ihres Lebens in den Wipfel Regionen der Bäume. Sie sind überwiegend Einzelgänger man findet selten mehr als ein bis zwei Orang-Utans pro Quadratkilometer, was allerdings am Nahrungsangebot liegt.
Die Lebenserwartung liegt bei ca. 60 Jahren.
Orang-Utans erreichen die Geschlechtsreife erst sehr spät. Unter den Menschenaffen haben Orang-Utans die längste Kindheit.
Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit 6-8 Jahren, Männchen hingegen erst mit rund 10 Jahren.
Zur Fortpflanzung kommt es in der Regel ab dem 12.-15. Lebensjahr. Während ihres Lebens bringt ein Weibchen meist nur 3-4 Jungtiere zur Welt.
Orang-Utans  bleiben bis zu ihrem 8. Lebensjahr bei ihrer Mutter.


Orang-Utans im Zoo Frankfurt
Im Affengehege der Orang-Utans befinden sich 6 Orang-Utans, sowie eine weitere Affenart.


Bei unseren Beobachtungen haben wir uns auf die Orang-Utan Mutter Rosa und ihren Sohn Sayang beschränkt, um ein möglichst detailliertes Verhaltensbild feststellen zu können.
Name: Rosa (Mutter)
5.5.1989 , Zoo Hamburg, seit 1995 Zoo Frankfurt

Name: Sayang (Sohn)
30.11.2012 , Zoo Frankfurt 






Mutter und Kind befanden sich zu Beginn unserer Beobachtungen in der linken Hälfte des Geheges, weshalb wir dieses näher und die Lupe genommen haben. Das Gehege bietet einige Schlafräume und viele Klettermöglichkeiten, wie z.B. Reifen, Seile und Bäume. 
Des Weiteren waren auf dem Boden Fußbälle auffindbar, sowie an den Wänden Liegegitter. An einem Baum befand sich eine Kratzbürste, an der Wand ein Wasserspender sowie Lüftungen und Scheinwerfer.

Lüftung/Heizung
Wasserspender
Affengehege
Durchgang
Fußbälle

Reifen

Scheinwerfer

Bürste

Verhalten:
Während unserer etwa einstündigen Beobachtungszeit konnten wir bei den Orang-Utans kaum Aktivitäten feststellen. Orang-Utans sind sehr ruhige Tiere und meist Einzelgänger, gleichzeitig weisen sie aber auch einen hohen Grad an Intelligenz auf, so sind sie beispielsweise fähig Werkzeuge zu bauen.
Über ihre Gestik und Lautsprache ist nicht viel bekannt und auch bei unseren Beobachtungen konnten wir keine direkte Kommunikation feststellen. 
Die meisten Verhaltensäußerungen bei Rosa waren in Bezug auf ihr Kind zu erkennen. Aufgrund der Zuneigung zu Sayang lässt sich feststellen, dass Rosa eine sehr enge Bindung zu Sayang hat. Sie streichelt ihr Kind immer wieder, beschützt und umsorgt es. Während unserer Beobachtungen schlief der Kleine in ihren Armen und beide verließen in den ersten 40 Minuten ihre Position nicht. 



Lediglich zum Schluss unserer Beobachtungen begab sich Rosa zusammen Sayang in den anderen Teil des Käfigs. Hierbei stellten wir eine sehr interessante Beobachtung fest. Um in den anderen Käfig zu gelangen müssen die Tiere sich durch eine Öffnung bewegen, welche durch das schieben einer Platte verschlossen werden kann. Rosa verschließ nach betreten des zweiten Käfigs sofort die Öffnung und schloss somit einen Affen einer anderen Art in diesen Teil des Käfigs alleine ein. Schon zuvor fiel uns auf, dass der sehr lebhafte Affe, allerdings aber kein Orang-Utan, Rosa ziemlich egal schien. Ab und zu schaute sie zu ihm hinauf, beschäftigte sich aber nicht weiter mit diesem. Wir vermuten deshalb, dass Rosa die Ruhe suchte und deshalb den lebhaften Affen von der Gemeinschaft ausschloss.



Kurz darauf öffnete Sie den Durchgang allerdings wieder und machte  sich auf Nahrungssuche. Zusammen mit Sayang, welcher sich fest an sie klammerte, suchte sie am Boden nach Früchten und begab sich daraufhin das Erste mal in die Nähe eines anderen Orang-Utan, vermutlich des Vaters von Sayang.
Weitere Beobachtungen konnten wir in dieser Zeitspanne nicht feststellen.



Fazit:
Uns ist aufgefallen, das die Menschenaffen Orang-Utans eine sehr ruhige Affenart ist. Die Kommunikation untereinander fand kaum statt (vereinzelt durch Blicke).
Das Mutter-Kind Verhältnis ist sehr eng.

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    eure Verhaltensberichte sind super! Sowohl die zu den Gorillas und die Orang-Utans. Sehr interessant zu lesen. Und auch eure Bilder sind toll geworden!

    Viele Grüße, Sonja.

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